Anklam, Herbst 2012

Die Anklamer Stadtherren reden gern von ihrer Stadt als »Tor nach Usedom«. Dabei vergessen sie, nach meinem Eindruck, das durch jedes Tor eine (Durchfahrts)-Straße führt… Warum auch sollte man in Anklam Station machen, wenn das Urlaubsziel nur sieben Kilometer entfernt liegt? Schließlich leben wir nicht mehr im Zeitalter der Pferdekutschen.

An der Peene
An der Peene

So teilt Anklam (knapp 13.000 Einwohner) das Schicksal so mancher deutschen Kleinstadt. Die Jungen gehen weg, die Alten sterben und der Rest ruht in vorpommerscher Landschaft. Das der Wikipedia-Eintrag zu Anklam (immerhin existiert einer) im Bereich Wirtschaft und Infrastruktur aus den Absätzen »Verkehrsanbindung« und »Bildung« besteht, sagt fast alles.

An der Peene
An der Peene

Aber halt, der Artikel sagt eben nur fast alles. Denn vielleicht lässt sich der Sommer in Anklam ja besser aushalten als inmitten der Touristenströme Usedoms? Vielleicht sind dem ruhesuchenden Großstädter ja pommersche Wiesen und Flußauen angenehmer als Strandbäder und Remmi-Demmi?

Gotisches Giebelhaus
Gotisches Giebelhaus

Ein paar sehenswerte Plätze hat Anklam auf jeden Fall. Zum Übernachten z.B. fand ich das Hotel »Vis-a-vis« am Steintor sehr angenehm. Dann gibt es den Park an der Peene, das Steintor selbst oder die Marienkirche mit dem Otto-Lilienthal-Denkmal. Oder auch das völlig schiefe gotische Giebelhaus im erhaltenen Rest der Altstadt. Alles keine großen Sehenswürdigkeiten, aber wenigstens interessante Fotomotive.

Otto-Lilienthal-Denkmal mit Marienkirche
Otto-Lilienthal-Denkmal mit Marienkirche
Otto-Lilienthal-Denkmal
Otto-Lilienthal-Denkmal

5. Oktober 2012

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