Linux und ich – Tag6 Fotos II

Liebe Leser, heute ist mir etwas dazwischen gekommen, so daß ich mein vorgenommenes Tagespensum nicht geschafft habe. Neben dem Thema Farbmanagement wollte ich mich mit einigen weiteren Bildberabeitungs-Tools auseinandersetzen. Dazu bin ich nicht mehr gekommen und muß das auf morgen verschieben. Hier aber wenigstens mein Text zum Thema:

Farbmanagement
Eines vorweg. Es wäre relativ sinnlos zu versuchen, meine virtuelle Maschine zu kalibrieren. Denn die Verwaltung der Hardware obliegt natürlich dem Host-System, in meinem Fall dem Mac. Darüber hinaus fehlt mir ein Colorimeter für einen solchen Versuch.
Nun ist Farbmanagement im allgemeinen ein recht kniffliges Thema mit dem auch viele Mac- und Windows-Nutzer ihre liebe Not haben. Doch während es für Mac/Windows nicht nur Hard- sondern vor allem Software zum Thema gibt, sah es für Linux lange finster aus. Ein sytemweites CMS war nicht vorhanden und wenn man überhaupt mit Profilen für Monitor, Scanner und Drucker arbeiten wollte, dann musste man in jeder einzelnen Anwendung die entsprechenden Profile auswählen. So konnte es passieren das man z.B. in Darktable ein ICC-Profil verwendet hatte, nach dem Export aber im Bildbetrachter des Systems (der kein Farbmanagement unterstützt) deutliche Unterschiede zu sehen waren. Viele Linuxprogramme unterstützen zwar ICC-Profile, aber wie sie damit intern umgehen ist nicht wirklich nachvollziehbar. Daher wäre ein systemweites Farbmanagement mehr als wünschenswert.
Wer die letzten Sätze aufmerksam gelesen hat wird feststellen, das ich in der Vergangenheitsform schrieb. Denn bei meiner Recherche bin ich auf (für mich) Überaschendes gestoßen. Zunächst fand ich einen Artikel, in dem Ulrich Nierhoff von unfoto.de behauptet, er habe den Monitor seines Linux-Rechners (Ubuntu 12.0.4) mit einem Spyder 3 hardwarekalibriert (Abschnitt: Farbmanagement). Und zwar ohne jede Treiberinstallation, mit automatischer Erkennung des Spyders und der systemeigenen Software.
Das machte mich stutzig, auch weil ich in meinem System keinerlei Einstellungen für Farben gefunden habe (was auch an der VM liegen kann, siehe oben). Nach weiterer Recherche stieß ich auf einen anderen Artikel aus der Linupedia, in dem die Hardware-Kalibrierung unter OpenSuSe detailliert beschrieben wird.
Als Software kamen hier Argyll CMS mit der grafischen Oberfläche dispcalGUI zum Einsatz. Das wollte ich, soweit eben möglich, ausprobieren. Und tatsächlich, mit der Kombination dieser beiden Tools, kann man den Monitor ausmessen, etliche Einstellungen vornehmen, kalibrieren/profilieren und ein erstelltes ICC-Profil systemweit installieren.

dispcalGUI
dispcalGUI

Leider kann ich den Erfolg dieses Vorganges nicht einschätzen, daher würde ich mich freuen, wenn einer meiner Leser das Ganze auf einem echten Linux-Rechner nachzuvollziehen versucht. Vorausgesetzt er/sie verfügt über einen Spyder oder ein ähnliches Gerät.

Nachtrag
Oben schon erwähnter Ulrich Nierhoff hat übrigens auf seiner Seite auch eine sehr feine Anleitung für Darktable erstellt. Damit kann ich dem Programm in der nächsten Zeit noch eine Chance geben.

So kurz für heute. Morgen geht es weiter mit den Themen Bild-Nachbearbeitung, HDR-Erstellung und Panoramen.
Bis dahin.

Linux und Ich – Tag7 – Bildbearbeitung Teil III

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