Von Wind, Wasser und Literatur

Mein Freund Peter (auf Twitter; @Peter_schreibt) macht manchmal komische Sachen. Eigentlich lebt er ja in der Südpfalz und schreibt dort seine Bücher. Letzte Woche jedoch traf ich in im hohen Norden, genauer gesagt in Neumünster, wo er sein neues Buch »Randnotizen« vorstellte. Dazu später mehr.
Denn den Samstag nutzte ich zunächst für einen Ausflug nach Kiel. Hier traf ich einen lieben Kollegen, wir fuhren raus zum Olympiahafen (ja, der von 1972), unterhielten uns, aßen Fischbrötchen (er versicherte mir, es seien die Besten an der Ostsee, sie waren auch wirklich gut) und guckten Seglern beim Regatten zu. Es war windig, teils sonnig, und kühl, also fast bestes Segelwetter. Dem entsprechend war jede Menge los im und am Wasser.

Bootstransport
Bootstransport

Schiffe und Strand
Schiffe und Strand
Verfolgungsjagd
Verfolgungsjagd

Nach einem Kaffee beim Kollegen hatte ich eigentlich einen ausgiebigen Stadtspaziergang geplant. Immer wieder aufkommender Regen verdarb mir leider das Vergnügen, so daß ich mich auf ein paar Schritte am Hafen und in Richtung Stadt beschränkte.

Rettungsboot
Rettungsboot

Angeln am Hafen
Angeln am Hafen
Stadteingang
Stadteingang

Am Abend also fuhr ich nach Neumünster, wo ich Peter und ein paar andere Menschen treffen wollte. Das Ganze begann erstmal mit einem Fauxpas meinerseits. Ich hatte einen Beginn um 20:00 Uhr im Kopf, als ich aber während des Abendessens im Hotel nochmal die Adresse prüfte, stand da; Beginn: 19:00 Uhr. Ich kam also zu spät, was mir gerade bei leisen Veranstaltungen wie Lesungen, recht peinlich ist. Außerdem verpasste ich dadurch den Vortrag der ersten beiden Autorinnen, so daß ich dazu leider nichts schreiben kann. Peter stellte danach, wie oben geschrieben, sein neues Buch »Randnotizen« vor. Das ist so eines von diesen kleinen, feinen Büchern wie ich sie mag. Kurze, manchmal wie nebenbei hingehalten wirkende St(ü)öckchen, über die ich gerne springe. Ob »Die Sache mit dem Rührei« oder »Die Sache mit dem Grundgesetz«, es ist ein schönes Vergnügen Peters Geschichten zu lesen. Und auch, ihm beim Vorlesen zuzuhören, denn das (das Vortragen) kann er wirklich gut.

Peter liest
Peter liest

Was dann folgte war eine Entdeckung. Thomas Mentzel war ich bei einer früheren Veranstaltung schon einmal begegnet, doch das war eher flüchtig. An diesem Abend jedoch stellte auch er sein jüngstes Buch (und manches andere) vor. Aber was heißt hier vorstellen? Dieser große kräftige Mann steht auf der Bühne, liest, singt a capella und treibt seinen Schabernack mit dem Publikum. Ja, er ist ein Performer und es macht Spaß ihm zuzuhören und zuzuschauen. Und doch bleiben seine Texte dabei immer das Wichtigste. Konzentriert, fast vorsichtig, setzt er seine Worte wenn es ihm um die Liebe geht, oder erzählt wunderbar abstrus über seltsame Begegnungen. Um wenig später seinem Leser eine deftige Pointe vor den Latz zu hauen. Nach dem Motto: »He, Aufwachen, wir sind schließlich zum Vergnügen hier!« Ja, lieber Thomas, danke. Es war ein Vergnügen, ein großes zumal. Sein neues Werk »Eis essen« gibts übrigens, wie er selbst schreibt, bei engagierten Buchhändler des Vertrauen oder über die üblichen Internet-Portale. Oder, mit Widmung, direkt beim Autor. Für Peters »Randnotizen« gilt dasselbe.

Thomas performt
Thomas performt

Insgesamt ein sehr angenehmer, schöner Abend. Zum Schluß entschuldige ich mich nochmal bei Astrid Schulzke und Barbara Naziri, deren Auftritte ich leider verpasste.

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